Berufsausbildung

Sie möchten die Ausbildung kultursensibel und bedarfsgerecht gestalten und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss unterstützen?
Hier stehen Ihnen dafür vielfältige Handlungskonzepte und Angebote zur Verfügung.

Angepasste Unterrichtsmaterialien verwenden

Angepasste Unterrichtsmaterialien verwenden

Adressatengerechte Lehr- und Lernmaterialien sind für Auszubildende mit Zuwanderungsgeschichte besonders sinnvoll.

Denn die üblichen Fachbücher sind nicht ohne weiteres einsetzbar, wenn das Sprachniveau der Auszubildenden dafür noch nicht ausreichend ist. Geeignet sind Materialien in vereinfachter Sprache, ohne dass das fachliche Niveau gesenkt wird. Die Materialien sollten Lese-, Hör-, Versteh- und Sprechkompetenzen fördern. Weiterhin sind visuell aufbereitete Fachinhalte oder der Zugang zu Online-Medien hilfreich.

Werkzeuge

Kulturelle Besonderheiten kennenlernen

Kulturelle Besonderheiten kennenlernen

Integration ist ein beidseitiger Prozess: Die angestammten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen lernen, mit Unterschieden in der Kommunikation, in den Alltagsgewohnheiten und in den Arbeitsweisen der zugewanderten Auszubildenden umzugehen.

Vor allem aber ist es für die Auszubildenden mit Zuwanderungsgeschichte eine Herausforderung, sich in die Umgangsformen, das Zusammenleben und den Arbeitsalltag in Deutschland einzufinden. Ein besseres Verstehen der Vorstellungswelten von Zugewanderten und Einheimischen fördert die Integration und den Ausbildungserfolg.

Werkzeuge

Spracherwerb in der Ausbildung

Spracherwerb in der Ausbildung

Der Spracherwerb während der Ausbildung ist ein Schlüssel für die erfolgreiche Integration.

Maßnahmen, die die Sprachentwicklung und Sprachkompetenz fördern, unterstützen alle Auszubildenden, ob mit oder ohne Einwanderungshintergrund, mit ihren unterschiedlichen Bildungs- und Sprachvoraussetzungen. Damit das Sprachenlernen Bestandteil des beruflichen Lernens werden kann, wird die möglichst enge Verknüpfung fachlicher und sprachlicher Lernprozesse über das integrierte Fach- und Sprachlernen empfohlen.

Werkzeuge

Train the Trainer

Train the Trainer

Die Qualifizierung der Lehrenden sowie der Praxisanleiterinnen und -anleiter sollte die Kompetenzbildung zum Umgang mit kultureller Vielfalt und unterschiedlichen Sprachvoraussetzungen umfassen.

Hierfür können Pflegeschulen – unter Einbeziehung von Sprachlehrkräften – Fortbildungsmaßnahmen konzipieren, mit denen diese beiden Zielgruppen angesprochen werden. Das hat den Vorteil, dass die Lehrenden in der Pflegeschule und die Praxisanleitenden in den Ausbildungsbetrieben gleichermaßen für das Thema Sprache und kulturelle Vielfalt sensibilisiert werden und der kollegiale Austausch gefördert wird.

Werkzeuge

Unterrichtskonzepte entwickeln

Unterrichtskonzepte entwickeln

Eine migrationssensible Pflegeschule sollte ihre Ausrichtung im Schulcurriculum zum Ausdruck bringen.

Dies bedeutet beispielsweise, den Fokus auf Sprachförderung zu legen und besondere Strategien zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen bei den Auszubildenden zu formulieren. Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen dieser heterogenen Zielgruppe sollten im Fokus des Schulcurriculums und der sich daraus ergebenden Gestaltung des Unterrichts stehen.

Die Aufgaben von Pflegeschulen sind aber noch deutlich komplexer. So bestehen auch in anderen Bereichen Handlungsbedarfe und Kriterien für eine migrationssensible Pflegeausbildung [INGE-Werkzeug].

Werkzeuge